Foto: Markus Nass

Samstag, 9. April 2022 | Kleinkunst

Leben im Plus

Chin Meyer

Chin Meyer ist sicher: Wir wünschen uns alle eine ausgeprägte Komfortzone und ein „Leben im Plus“. Doch was passiert eigentlich, wenn wir dem Unerklärlichen wie einem Hybrid aus Hippie und Kapitalist (Mark Zuckerberg) oder aus Staatschef und Idiot (suchen Sie sich jemanden aus) oder gar den Algorithmen die Macht über uns überlassen?

Manche finden Digitalisierung 4.0 ganz toll und plaudern ungehemmt mit ihren neuen Freundinnen „Siri“ und „Alexa“, bis der Sattelschlepper mit der gerade bestellten Mega-Lieferung veganer Smoothies vor der Tür hält. Oder die NSA. Oder beide zusammen.

Zeitgleich räumen reiche Eliten der Volksgemeinschaft per Cum-Ex und Cum-Cum-Deals in kürzester Zeit die Konten leer, wo bekanntermaßen in den Schulen jeder Cent für wenigstens ein bisschen W-Lan dringend gebraucht wird. Doch die Politik hat gerade keine Zeit, die Bildung zu retten. Sie wummst mit Kraftpaketen und Bazooka gegen die Pandemie-Rezession als gäbe es kein Morgen und findet nur im Alibi-Nebensatz Energie aus Wasserstoff doch irgendwie zukünftiger als Kohle.

Also, wie geht „Leben im Plus“? Und wie weit gehen wir dafür?

In einem vehementen Plädoyer für Pluralismus kämpft Chin Meyer scharfzüngig und gut gelaunt für unsere Demokratie, findet als gewitzter Kapitalismus-Versteher die Absurditäten im System, stochert lustvoll darin herum und klärt auf.

Chin Meyer dreht die Verhältnisse um, lässt Widersprüche humorvoll zu und inspiriert ein Leben im Plus. Also: mentaler Veganer sein UND trotzdem Steak essen! Totalitäre Neigungen haben UND trotzdem Menschenrechte achten! Banker sein UND trotzdem sozialverträglich handeln!

Ausgezeichnet u. a. mit dem „Stuttgarter Besen“ und dem Launeus Award

 


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Chin Meyer hat eine Botschaft für Hachenburg!

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