November 2020

Spirituelles Festival

Frühlingserwachen

Tage der Dankbarkeit

Ein Rückblick auf das Spirituelle Festival 2018 und ein kleiner Vorgeschmack auf 2021

„FrühlingsErwachen“,

haben die Veranstalter auch das zweite spirituelle Festival in Hachenburg genannt, welches der Premiere 2016 im Bienaleabstand folgte. Der Name ist der Jahreszeit geschuldet und bezieht sich außerdem auf den Begriff des Erwachens oder der Erleuchtung, der in der spirituellen Suche aller Kulturen eine Rolle spielt.

Dass nun Hachenburg in diesen Tagen nicht zum Treffpunkt von esoterischen Sonderlingen wurde, die vor lauter Erleuchtung den nächsten Laternenpfahl übersehen und den Mitmenschen erst recht, spiegelte die Atmosphäre der Begegnung und des Austausches durchgehend wieder. Bodenhaftung und Nüchternheit, Realitäts- und Wirklichkeitsbezug bei gleichzeitiger Offenheit und Achtsamkeit sollte in den Vorträgen der Religions- und Naturwissenschaftler ebenso zum Ausdruck kommen, wie in den Workshops der Mediziner, Heilpraktiker und Bewegungstrainer. Kunst, Musik und Film rundeten das Programm ab.

Für ein ganzheitliches Konzept und Kompetenz bei der Referentenauswahl stehen die Veranstalter Beate Macht (Kulturreferentin der Stadt Hachenburg), Birgit Henrich (Dipl. Biologin und Heilpraktikerin), Annesuse Ganseforth (Dipl. Psychologin, Leitung Neue-Galerie-Café) sowie Karin Leicher (Geschäftsführerin Cinexx Hachenburg).

„Theologen streiten sich, Mystiker sind sich einig“, hatte Prof. Dr. Jürgen Hardeck im Eröffnungsvortrag gesagt. Dem Festival ging es nicht um dogmatische Positionskämpfe, geschweige denn um Fundamentalismen. Dennoch wurde auch stark kontrovers diskutiert in den Foren und spontanen Gesprächskreisen, die sich im Festival Café im Vogtshof oder im „Neue-Galerie-Café“ zusammenfanden. Über die Fähigkeit zur Transzendenz unterhielt man sich und spekulierte über die Überwindung der Subjekt-Objekt-Spaltung und die Auflösung der Ich-Illusion. Behutsamer Umgang mit allen Lebewesen wurde einem anthropozentrischen Naturverständnis entgegengesetzt, und die Frage, ob allen Religionen ein gemeinsamer Kern innewohne, wurde auch diesmal nicht geklärt.

Um komplizierte Fragen ging es und nicht um einfache Antworten. Dieser Mechanismus, so schien es, bringt jede ernsthafte Suche voran. Das Festival in Hachenburg bot dazu einen deutschlandweit einzigartigen Rahmen und Raum für Erfahrungen.

Bis zum nächsten „Frühlings-Erwachen“: Namaste, Shalom, Pax Tecum, Salam Aleikum, Friede und langes Leben.

Feste/Festivals

Mi, 28. April 2021 - So, 2. Mai 2021

Das Spirituelle Festival

"Frühlingserwachen"